Frauen

Erwerbsarbeit

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat im Januar gezeigt: „Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland erreicht einen Höchststand. Doch viele arbeiten weniger, als sie möchten. Der Anteil von Teilzeit- oder Minijobs ist in Deutschland höher als in anderen europäischen Ländern“. Keine volle Stelle haben ein Viertel der Beschäftigten hierzulande und dies sind überwiegend Frauen. Ein wesentlicher Grund für Teilzeitarbeit ist die familiäre Situation. Teilzeitarbeit ist oft notwendig wegen der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen.

Hinzu kommt – auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg – dass viele Alleinerziehende mit ihrem (Teilzeit-)Erwerbseinkommen nicht ihren notwendigen Lebensunterhalt sicher können. Deswegen haben wir eine Fachstelle für Alleinerziehende eingerichtet und widmen uns in einem besonderen Projekt (finanziert durch das Land Hessen) der Vermittlung von Müttern und Vätern in den ersten Arbeitsmarkt.

Der „Bericht zur sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ hat festgestellt, dass die Armut im Landkreis vor allem jung und weiblich ist. Mit vielen zusätzlichen Angeboten und Leistungen zum Lebensunterhalt wirken wir dieser Armut entgegen und leisten unseren Beitrag zur sozialen Sicherung.

Vom Landkreis gefördert und finanziell unterstützt – auch durch Leistungsverträge – werden:

Zertifizierte Bildungsträger für Frauen wie:

  • ZIBB in Groß-Umstadt (Berufsorientierung + Qualifizierung für Wiedereinsteigerinnen, Psychosoziale Beratung in Lebenskrisen), das größte Zentrum im Ostkreis
  • sefo femkom in Darmstadt (Fort- u. Weiterbildungsträger, Arbeitsmarktintegration von erwerbslosen Frauen, Entwicklung und Durchführung div. Projekte)

Die Mütterzentren

  • in Seeheim-Jugenheim und Reinheim (Stärkung von Familien + Elternkompetenzen, berufliche Bildung, vielfältige Kursangebote)

Angebote für Gewaltschutz

  • Frauennotruf der ProFamilia (Psychozoziale Erstberatung für bedrohte und von sexueller Gewalt betroffene Frauen)
  • Wildwasser (Fachberatungsstelle zur präventiven Intervention und Nachsorge bei sexuellem Missbrauch von Frauen und Mädchen)
  • Fachberatungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. Dieburg (Beratung bei häuslicher Gewalt, bei seelischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt, Krisenintervention, Prozessberatung und –begleitung, Unterstützung bei der Durchführung des Gewaltschutzgesetztes)
  • Frauenhaus im Landkreis
  • Frauenkommission

Als Vorsitzender der Frauenkommission stehe ich in engem Kontakt zu den Frauenorganisationen und konnte schon öfter schnell und unbürokratisch helfen und unterstützen, das will ich auch weiter tun. Viele Frauen und ihre Kinder sind häuslicher Gewalt ausgesetzt. Seit der Operation sichere Zukunft, dem Sparprogramm der hessischen Landesregierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch, bei dem das Land die Finanzierung vieler sozialer Einrichtungen beendet hat, wird das Frauenhaus vollständig vom Landkreis finanziert. Hier finden von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder Schutz.

Auch das „Netzwerk Gewaltschutz“ hat vielfältige Aktionen mit anderen Behörden und Institutionen initiiert. ( z. B. mit Polizei und Staatsanwaltschaft) um Frauen besser zu schützen. Hier ist unser Büro für Chancengleichheit federführend dabei. Wir unterstützen vielfältige Initiativen, Vereine und Beratungsstellen (z. B. Notruf für vergewaltigte Frauen) ideell und finanziell, auch durch Leistungsverträge.

Wohnungslose Frauen

Um obdachlose Frauen kümmern sich die Städte und Gemeinden. Aber: In Zusammenarbeit mit dem Verein „Horizont“ haben wir ein finanzierbares Konzept entwickelt, damit auch wohnungslose Frauen in eigenen Unterkünften untergebracht werden können. Dies wird z.T. bereits umgesetzt, bzw. liegt den Kommunen als Diskussionsgrundlage vor.

Als Landrat möchte ich weiterhin:

  • die professionelle Frauen-Infrastruktur im Landkreis auch weiterhin unterstützen
  • Der ungleichen Bezahlung von Männern und Frauen entgegen wirken.
  • Arbeitslose Frauen und Männer beraten, unterstützen und in Arbeit vermitteln.
  • Weiterhin verlässlicher Partner der Frauen- und Familienzentren sein.
  • Das Frauenhaus und seine Beratungsstelle auch weiterhin finanzieren

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Kontakt

Über Ihre Ideen, Hinweise und Anregungen freue ich mich. Sie erreichen mich am besten per Post oder E-Mail:

Klaus Peter Schellhaas
c/o SPD Darmstadt-Dieburg
Wilhelminenstraße 7a
64283 Darmstadt

E-Mail: info@pit-schellhaas.de

Alternativ steht Ihnen das Kontaktformular unten zur Verfügung.